Länger Freude am "alten" Notebook

 

Für Viele geht ein neues Betriebssystem mit neuer Hardware einher.

Klar: Was Neues ist eigentlich immer schick!

Aber oftmals ist es so, dass die "alte" Hardware gerade mal zwei oder drei Jahre alt ist und eigentlich technisch und optisch auch noch ganz gut funktioniert bzw. aussieht. Kurz: Zu schade zum Ausmustern, aber Windows 10 will nicht so richtig flott laufen.

 

Fast immer lässt sich für recht wenig Geld und auch ungeübte Bastler aus dem alten Notebook tatsächlich noch ein brauchbares Windows 10-Gerät machen.

Arbeitsspeicher

Windows 10 läuft zwar ab einer Ausstattung mit 4 GB, aber schon eine Verdoppelung auf 8 GB spürt man deutlich. Für rund 40,- bis 120,- € (je nach Hersteller und Größe (manchmal sogar noch günstiger) bekommt man Module für Notebooks z.B. auf ebay.de.

In Notebooks sind eigentlich immer S0-DIMMs verbaut. Welche Module genau benötigt werden und bis zu welcher Größe man das Notebook erweitern kann findet man in der Regel entweder in den Unterlagen zum Gerät oder auf der Seite des Herstellers; 8 GB schaffen eigentlich alle Geräte bis zu einem Alter von etwa 10 Jahren (bei noch älteren Notebooks rentiert sich der Aufwand eigentlich auch nicht).

Der Wechsel der Module ist üblicherweise sehr einfach: Meistens befindet sich an der Unterseite der Geräte eine Abdeckung, die mit 2 bis 4 Schrauben gesichert ist und entweder mit RAM oder einem symbolisierten Speicherchip gekennzeichnet ist; im Zweifelsfall hilft auch hier ein Blick in die Unterlagen oder ins Internet.

Wichtig: Falls es Platz für 2 Module gibt und z.B. ein 4 GB-Modul verbaut ist sollte unbedingt der absolut identische Typ zugekauft werden; unterschiedliche Versionen oder Hersteller machen das System häufig instabil. Im Zweifelsfall lieber komplett neu kaufen!

Der Akku macht schlapp

Nach ein paar Jahren machen selbst Lithium-Ionen-Akkus gerne mal schlapp; besonders dann, wenn man das Notebook trotz Akku ständig im Netzbetrieb verwendet (Konditionierung).

Akkus vom original-Hersteller kosten häufig ein kleines Vermögen.

Jedoch von Drittanbietern bekommt man z.B. bei ebay.de fast immer zwischen 15,- und 30,- € gleichwertigen Ersatz (manchmal auch mit höherer Kapazität).

Die Qualität entspricht dabei eigentlich fast immer der Erstausrüster-Qualität; passgenau und zuverlässig hat man so wieder Freude am Notebook.

 

Ähnlich verhält es sich auch bei den Netzteilen bzw. Ladegeräten: Für einen Bruchteil des Preises vom Originalteil gibt es im Internet Ersatz...

SSD - nie ein Fehler!

Wenn es sich um ein neueres Gerät mit SATA-Schnittstelle und Festplatte handelt sollte man evtl. auch über den Austausch der Festplatte nachdenken: SSD's arbeiten deutlich flotter und lieser; dazu verbrauchen sie sogar weniger Strom, was der Nutzungsdauer im Akkubetrieb entgegen kommt.

Vernünftige SSD's (256 GB) von namhaften Herstellern bekommt man für unter 100,- €.

Für Notebooks mit IDE-Schnittstelle lohnt sich der Umstieg eigentlich nicht; hier kann evtl. eine größere Festplatte lohnen.

Achtung: Immer vor dem Kauf vergewissern, welchen Anschlusstyp und welche Bauform (1,8" / 2.5" / Steckmodule) man benötigt.

Festplatten lassen sich i.d.R. ähnlich einfach wie der Arbeitsspeicher tauschen: Auf der Unterseite des Geräts oder in den Unterlagen (oder im Web) nach der Position der entsprechenden Abdeckung suchen; sie ist üblicherwiese mit HDD oder einem Festplattensymbol gekennzeichnet und meistens mit Schrauben, gelegentlich mit einem Schieberiegel, gesichert.

 

Tipp: Beim Wechsel von einer Harddisk auf eine SSD sollte man das System jedoch nicht clonen. Besser ist eine Neuinstallation, da dann die jeweliegn Parameter von Windows so gesetzt werden, dass die Lebensdauer der SSD nicht durch unnötig häufige Zugriffe verkürzt wird.

Wichtige grundsätzliche Hinweise

Arbeiten an elektrischen Geräten sollten immer im "abgeklemmten" Zustand (also ohne Stromversorgung ausgeführt werden. Bei Notebooks muss dazu zusätzlich der Akku entfernt werden.

Um Schäden durch Spannung zu vermeiden sollte man darauf achten, dass man selbst nicht statisch aufgeladen ist. Sicherheitshalber mal kurz an einen Heizkörper greifen...

Was sich nicht lohnt

Selbstverständlich gibt es auch andere Schäden / Schwachstellen an Notebooks:

In diesen Fällen ist bei älteren Geräten oft ein Punkt erreicht, an dem eine Reparatur den Wert des Geräts übersteigt. Noch dazu, wenn es komplexere Reparaturen sind, die man in Auftrag geben muss.

Dann ist es wirklich Zeit für eine Neuanschaffung.

 

Tipp: Häufig gibt es im Internet fast neue Geräte (z.B. Vorführgeräte oder Fehlkäufe) zu einem deutlich günstigeren Preis als die Neuware. Auch eine Option: Wenn man das Gerät ohne Betriebssystem bekommen kann (einige Händler bieten das an), ist das - in Verbindung mit einer Windows-Lizenz für ca. 20,- aus dem Internet (Achtung: Auf Seriösität des Händlers achten!) - meistens günstiger als ein vorinstalliertes Windows.

Zudem ist ein selbst aufgesetztes System meist frei von unnötigem Ballast!